Plattenbau – grau, öde und verwohnt? Plattenbau – grau, öde und verwohnt?
Plattenbau – grau, öde und verwohnt? Von wegen! Wohnungen in Berlin Marzahn-Hellersdorf, errichtet in der DDR der 70er- und 80er-Jahre, sind nach wie vor begehrt. Leerstände in den 670 Wohneinheiten sind für die FELIX Wohnungsgenossenschaft eG jedenfalls kein Thema. Seit Dezember 2014 erreichen viele Mieter ihre Wohnungen dank der lifeLine Aufzüge von Haushahn nun auch barrierefrei.
Das Projekt
Bequem von der Straße in die Wohnung: Gerade für ältere Menschen ist Barrierefreiheit ein wichtiges Kriterium für Lebensqualität. Das gilt natürlich auch für die Bewohner der Plattenbausiedlung in Berlin-Marzahn. 73 Prozent der von der Wohnungsgenossenschaft FELIX WG eG betreuten 670 Wohneinheiten sind heute barrierefrei erreichbar. Vor allem dank der nachgerüsteten Aufzüge von Haushahn.
Platte de luxe
Die Betonelemente aus den 70er-Jahren sind gut gedämmt, die Installations- und Belüftungsschächte großzügig dimensioniert und wartungsfreundlich. Auch die Infrastruktur passt. „ÖPNV, Kiosk, Restaurants, Läden, Grünflächen – alles da“, sagt Roland Kirchhof, technischer Vorstand der FELIX Wohnungsgenossenschaft eG. „Nicht zuletzt deshalb sind die Wohnungen dort sehr begehrt“, meint Kirchhof. Etwas Entscheidendes aber fehlte zum barrierefreien Wohnumfeld: moderne Aufzüge.
Bauplanung und Baubetreuung: Michael Ullmann und Partner
Maßgeschneiderte Lösungen
2010 begann die Berliner Haushahn-Tochter Merkur Schoppe, zunächst die 11-geschossigen Häuser in der Allee der Kosmonauten und Kienbergstraße im Auftrag der FELIX WG eG mit den maschinenraumlosen Aufzügen vom Typ Haushahn lifeLine auszurüsten. „Gemeinsam haben wir für die jeweiligen Gebäudetypen maßgeschneiderte Lösungen entwickelt“, berichtet Henry Zirgiebel, zuständiger Key Account Manager von Merkur Schoppe. Seitdem gelangen die Mieter ebenerdig zu den Aufzügen.
Auch die 11. Etage lässt sich nun barrierefrei erreichen. 2012 rüstete die Berliner Haushahn-Tochter auch die 6-geschossigen Objekte in der Mehrower Allee mit 10 Modellen des Aufzugtyps „lifeLine“ aus. Dabei fährt das Gros der Aufzüge über die außen angebrachten Aufzugschächte jeweils die Halbpodeste der Treppenhäuser an. Ergebnis: mehr Komfort – aber noch keine Barrierefreiheit.
Schließzeiten passen sich Fahrgästen an
In diesen Genuss sollten schließlich die Mieter von 182 weiteren Wohnungen in der Wuhletalstraße/Schwarzburger Straße kommen. „Um die Etagen direkt und ohne Zwischenpodest anfahren zu können, mussten wir die Treppenhäuser komplett entkernen“, beschreibt Kirchhof. Für die Mieter suchte die FELIX WG eG während der jeweils zweiwöchigen Umbauten der einzelnen Aufgänge Ausweichquartiere. „Deshalb kam es hier besonders auf einen absolut termingerechten Bauablauf und höchste Zuverlässigkeit an“, betont Kirchhof.
Heute können die Mieter den neuen Aufzug mit Ausnahme der Wohnungen im Erdgeschoss mit Mietergärten sowohl von der Hof- als auch von der Straßenseite betreten oder verlassen. Die Aufzüge sind maschinenraumlos, fahren dank Riementechnik leise und ohne zu ruckeln an. Selbst die Schließzeiten der Türen haben die Haushahn-Techniker der Altersstruktur der Mieter angepasst: etwas langsamer für Senioren und einen Tick schneller für jüngere Bewohner. Eben Platte de luxe.
Technische Details Technische Details
Maschinenraumloser Aufzug, Durchladung