Mit Aufzügen von Haushahn am Flughafen Frankfurt hoch hinaus Mit Aufzügen von Haushahn am Flughafen Frankfurt hoch hinaus
Mit Aufzügen von Haushahn am Flughafen Frankfurt hoch hinaus. Barrierefrei reisen am Terminal 3: Wie die Fraport AG im neuen Terminal des Frankfurter Flughafens mit Aufzügen von Haushahn für höchsten Komfort und Barrierefreiheit sorgt.
Das Projekt
Ob Familien, Geschäftsreisende oder Flughafenpersonal: Die meisten Menschen haben es eilig am Flughafen in Frankfurt, weshalb das weitläufige Terminal 3 nach kurzen Wegen vom Check-in bis zum Gate verlangt. Das neue Terminalgebäude im Süden des Flughafens nimmt eine Fläche von 176.000 Quadratmeter ein, das entspricht knapp 25 Fußballfeldern.
Mehr als 65 Jahre gesammelte Expertise zahlen sich aus
Im Rahmen des Neubaus beauftragte die Fraport AG die Unternehmen Haushahn und Schindler mit der Installation von 193 fördertechnischen Anlagen. Das Ziel: schnelle und barrierefreie Wege durch das gesamte Terminalgebäude. Für den siebengeschossigen Komplex – davon fünf Etagen oberirdisch und zwei unterirdisch – lieferte Haushahn 101 Aufzüge. Auch der Tower des Terminals mit einer Förderhöhe von 65 Metern profitiert von modernster Aufzugstechnik. Auf Kundenwunsch hat Haushahn alle Aufzüge anhand individueller Maße angefertigt. Die übrigen Anlagen liefert Schindler: davon 46 Fahrtreppen, 36 Fahrsteige und zehn 12-Grad-Fahrsteige.
Haushahn stellt seine Expertise als Lieferant und Servicedienstleister bereits seit mehr als 40 Jahren am Frankfurter Flughafen unter Beweis. Auch Schindler ist dort seit mehr als 25 Jahren mit Fahrtreppen und Fahrsteigen vertreten. Auf der größten privatfinanzierten Baustelle Europas traten beide Unternehmen erstmals als Arbeits- und Bietergemeinschaft auf. „Für Haushahn und Schindler war dies der erste Großauftrag unter einem Dach. Durch vereintes Know-how konnten wir unserem Kunden bestmögliche technische Lösungen bieten“, sagt Christoph Borbe, Gesamtprojektleiter Terminal 3 von Haushahn.
Komplexe Lösungen für komplexes Großprojekt
Mit einer Glasschachtkonstruktion für Gruppenaufzüge, die aus schwarzen Stahlträgern konstruiert worden ist, setzt Haushahn bereits am Terminalhaupteingang auf ein architektonisches Highlight. Dabei verlangten die vier Glasschachtgerüste mit einer Höhe von 17 Metern und einem Gewicht von 9,5 Tonnen jeweils nach Speziallösungen. Für den Transport aus dem Schwarzwald beauftragte Haushahn daher einen Sondertransport. Mit einem 500-Tonnen-Schwerlastkran ließ sich die Stahlkonstruktion schließlich vor Ort auf die dafür erstellten Auflagen einheben.
Der komplexe Großauftrag verlangte von der Arbeitsgemeinschaft Haushahn und Schindler schon zu Beginn nach neuen Lösungswegen. „Mithilfe computergestützter 3D-Konstruktionen haben wir bereits in der Planungsphase sichergestellt, dass das Stahlgerüst millimetergenau auf den Sockel der Schachtgrube passt“, sagt Christoph Borbe. Nachbesserungen auf der Baustelle waren dank des digitalen Planungstools nicht nötig. Allerdings waren aufgrund der Höhe des Krans Absprachen mit der deutschen Flugsicherung vor Einbau der Stahlriesen erforderlich, um den laufenden Flugverkehr nicht zu stören.
Hochwertige Optik und Ausstattung treffen auf barrierefreie Nutzung
In den Aufzügen selbst sorgen weiß lackierte Glasverkleidungen für einen optischen Blickfang. Staubdichte LED-Lichtdecken gewährleisten zudem eine homogene Ausleuchtung der Aufzugskabinen. Mit einer Traglast von 6,8 Tonnen ermöglichen die Aufzüge von Haushahn auch den Transport eines Airport Gatetaxis. Dank des elektrischen Shuttle-Fahrzeugs ist es möglich, dass auch mobilitätseingeschränkte Flugreisende künftig schnell und sicher von A nach B kommen. Im Terminal 3 stellen die Aufzugsanlagen von Haushahn so maximalen Komfort und Barrierefreiheit sicher. Die Glasaufzüge wurden mit spezieller Sicherheitstechnik ausgestattet, um per Laser den Einzug von Kinderhänden zu verhindern.
Maximale Verfügbarkeit der Aufzüge dank innovativer Technologie
Für 14 Aufzüge erhielt Haushahn zudem den Auftrag, sie mit dem digitalen Aufzugswärter von Haushahn auszustatten. Darüber kann die Betreiberpflicht der regelmäßigen Inaugenscheinnahme effizient und rechtssicher erfüllt werden. Hierfür und um dauerhaft die maximale Verfügbarkeit der Anlagen zu gewährleisten, sind die Aufzüge mit der innovativen Technologie ausgestattet: „Die digitale Lösung vernetzt die Aufzüge und wertet die Anlagendaten in Echtzeit aus. Technische Störungen können wir dadurch schon frühzeitig erkennen und Aufzüge vorausschauend warten“, erklärt Christoph Borbe. Ausfälle oder Stillstand der Anlagen gehören dank der geschulten Fachkräfte von Haushahn im Zusammenwirken mit den digitalen Leistungen der Vergangenheit an.
Eröffnung im geplanten Zeit- und Kostenrahmen
Im April 2026 eröffnete die Fraport AG das neue Terminal 3 offiziell. Damit schloss das Unternehmen sein bislang größtes Infrastrukturprojekt im geplanten Zeit- und Kostenrahmen ab. Der Bau gelang trotz der Corona-Pandemie, gestörter Lieferketten und des Ukraine-Kriegs. Insgesamt investierte Fraport rund 4 Milliarden Euro.
In der ersten Ausbaustufe bieten die Flugsteige G, H und J Kapazität für jährlich bis zu 19 Millionen Passagiere. Der Flugsteig K kann diese Kapazität in einer zweiten Phase auf 25 Millionen steigern. Zum Betriebsstart ziehen 57 Fluggesellschaften aus dem Terminal 2 in das neue Terminalgebäude um.
Kundenstimmen"Was ich an der Zusammenarbeit geschätzt habe, war der direkte Austausch, eine klare Kommunikation. Sprich: Es hat gematcht."Ilma Celjo
Technische Projektleiterin Flugsteig G, Fraport Ausbau Süd GmbH